Werkzeugbox. Jugend gerecht werden
Fachkräfte

Wie können jugendrelevante Orte sichtbar gemacht werden?

Sie wollen gemeinsam mit Jugendlichen deren Orte sichtbar machen und zeigen, wie die Stadt aus jugendlicher Perspektive aussieht? Hier finden Sie nützliche Tools, mit denen Jugendliche eigene Stadtpläne erstellen können. 

Creative Maps nutzen

Verschiedene Altersgruppen nutzen die gleiche Stadt sehr unterschiedlich. Daher ist es hilfreich, wenn Jugendliche der Politik und Gesellschaft genau zeigen können, wie sie eigentlich ihre Stadt nutzen. Dafür muss zum einen das Wissen generiert werden, zum anderen helfen einfache Tools, um dieses Wissen dann auch nutzbar zu machen und jugendliche Interessen in der Stadt durchzusetzen.

Wissen erzeugen

Oft reicht es schon, sich mit einer Jugendgruppe zusammen zu setzen, um einen ziemlich guten Überblick zu bekommen, wo sich Jugendliche in der Stadt aufhalten und was sie da machen. Gerade in größeren Orten und Städten kann es aber hilfreich sein, nochmal mit einem guten Plan mehr Wissen zu erzeugen. Wir stellen hier eine Methode vor, die leicht auf die konkreten Bedarfe angewandt werden kann. Beim „Flanierenden Beobachten“ ziehen Jugendliche durch die Straßen der Stadt und „beobachten“ diese. Mit Bildern und Videos können wichtige Orte festgehalten und beschrieben werden. 

Karten erstellen

Nach der Stadterkundung werden die Stadtpläne mit den Informationen, die den Jugendlichen wichtig sind, ergänzt. Dazu kann man entweder die Werkzeuge nutzen, die einem z. B. Google Maps für eigene Karten bereits zur Verfügung stellt. Noch mehr Möglichkeiten bieten jedoch spezielle Tools, die es ermöglichen, die bekannten Karten noch viel intensiver zu bearbeiten und Fotos sowie Texte einzubinden, und das Ganze auch noch zu animieren. Im Browser lässt sich z. B. www.animaps.com nutzen, um die Stadt lebendig werden zu lassen. Auch für unterwegs gibt es entsprechende Apps, z. B. Map Marker für Android-Smartphones. Dort lassen sich (auch ohne Internetverbindung) Orte und Wege in der Stadt markieren und hinterher teilen. 

Alles in einem Projekt: #stadtsache

Mit der App des Projekts #stadtsache können Jugendliche ganz einfach ihre Orte in eurer Stadt fotografieren, filmen oder ihre Geräusche aufnehmen, ihre Fundstücke hochladen, mit einer Karte verbinden, kommentieren und für andere zugänglich machen.

Wo fühlen sich Jugendliche besonders wohl? Wo wünschen sie sich mehr Jugendgerechtigkeit? Welche Ideen haben sie für ihr Dorf, ihre Stadt, ihren Kiez, ihr Viertel? #stadtsache bietet viele Möglichkeiten via Smartphone, sich miteinander zu vernetzen und auf jugendliche Anliegen aufmerksam zu machen. Außerdem können sie in einem Offline-Workbook Aufkleber und Fundstücke sammeln, Fassaden bemalen (ganz legal!) und ihre Streifzüge dokumentieren.