Werkzeugbox. Jugend gerecht werden
Fachkräfte

Wie lassen sich Auslandsaufenthalte organisieren?

Hier erhalten Sie Informationen zu zahlreichen Wegen, auf denen Jugendliche einen kürzeren oder längeren Auslandsaufenthalt realisieren können. 

Mit internationalem Austausch den Horizont erweitern

Auf www.rausvonzuhaus.de/wege-ins-ausland finden sich ganz übersichtlich alle Informationen, die benötigt werden, um einen Auslandsaufenthalt zu planen. Dort gibt es Hintergründe und Anlaufstellen für dievielfältige Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen.

Ganz klassisch sind da die Möglichkeiten, die Freiwilligendienste bieten: Für eine begrenzte Zeit (von wenigen Wochen bis zu 24 Monaten ist alles denkbar) können Jugendliche in ein anderes Land wechseln, um sich in einer Einrichtung, Organisation oder einem Projekt einzubringen. Einige dieser Freiwilligendienste werden gefördert, es fallen also – je nach Angebot – kaum Kosten für die Jugendlichen an. Je nach Zielland werden diese Auslandsaufenthalte auch intensiv vor- und nachbereitet, um eine möglichst gute Erfahrung für alle Beteiligten sicher zu stellen. Die Freiwilligendienste bieten sich vor allem als Zwischenschritt nach der Schule oder der Ausbildung an, um nochmal für eine bestimmte Zeit etwas völlig anderes zu erleben.

Neben Freiwilligendiensten für einen guten Zweck gibt es auch noch die Möglichkeit, als Arbeitskraft ins Ausland zu gehen. Entweder als Au-pair, mit den sogenannten „Work&Travel“ – Angeboten, die vor allem für Australien, Kanada, Neuseeland und die Vereinigten Staaten angeboten werden.

Vielleicht ist aber Ihre Kommune schon selbst international aktiv und pflegt eine Städtepartnerschaft mit Kommunen aus anderen Ländern? Im Rahmen dieser Städtepartnerschaften gibt es oft die Möglichkeit für kurz- oder längerfristige Aufenthalte in anderen Ländern, vereinfachten Zugang zu Praktika oder sogar zu vollwertigen Arbeitsstellen im Ausland. Oftmals bieten Schulen auch Schüleraustauschprogramme an, die im Bedarfsfall durch Fördervereine finanziell unterstützt werden können.

Wenn es eher um ein internationales Gruppenerlebnis geht, sind internationale Jugendbegegnungen das Richtige: Man kann sich mit Jugendlichen aus mehreren verschiedenen Ländern treffen, um gemeinsam an einem Thema zu arbeiten und nebenbei viel über die anderen teilnehmenden Länder zu erfahren. Diese Jugendbegegnungen lassen sich oft auch mit europäischen Fördermitteln unterstützen, z. B. über Mittel aus dem Programm „Jugend in Aktion“.

Für Studierende gibt es mit dem Erasmus+-Programm der Europäischen Union noch die Möglichkeit, bis zu ein Jahr im Ausland zu studieren, die dort erbrachten Leistungen anerkannt zu bekommen und noch dazu finanzielle Unterstützung zu erhalten. Auch die Förderung durch das BAföG bleibt erhalten. Mehr Informationen dazu gibt es beim Akademischen Auslandsamt der jeweiligen Hochschule.