Werkzeugbox. Jugend gerecht werden
Politik & Verwaltung

Wie lässt sich Bildung kommunal besser managen?

Ausgangspunkt für Bildungsprozesse in den verschiedenen Lebensphasen ist die kommunale Ebene. Die Herangehensweise für den Aufbau einer kommunalen Bildungslandschaft ist regional unterschiedlich und hängt von den lokalen Verhältnissen ab.

Lernen vor Ort

Kommunale Bildungslandschaften haben das Ziel, Schulen, Kitas und außerschulische Bildungseinrichtungen in einem Wirkungszusammenhang zu bringen und durch verstärkte Kooperationen Kindern und Jugendlichen bessere Bildungsbedingungen und vielfältige Bildungsmöglichkeiten zu bieten.

Die Initiative „Lernen vor Ort” ermutigte Kreise und kreisfreie Städte über einen Förderzeitraum von fünf Jahren (2009-2014) dazu, ein kohärentes Bildungsmanagement vor Ort zu entwickeln oder weiterzuentwickeln.

Wichtig erscheint, dass der politische Wille, „Bildungsteuerung vor Ort“ zu gestalten, eindeutig vorhanden ist und der (Ober-)bürgermeister bzw. die (Ober-)bürgermeisterin, oder der Landrat bzw. die Landrätin sich an die Spitze der Bewegung setzen. Nur mit dieser Autorität und der politischen Rückendeckung kann der schwierige Weg des Paradigmenwechsels erfolgreich zurückgelegt werden. Schließlich basiert das Konstrukt der Bildungslandschaft auf dem freiwilligen Zusammenwirken verschiedener Akteure mit unterschiedlichen Kompetenzen und Zuständigkeiten. Kooperation erfordert den eindeutigen Willen der Akteure, auf Augenhöhe gemeinsam Verantwortung zu übernehmen. Wenn einer der Akteure nicht zur Kooperation bereit ist, bricht das Konstrukt zusammen. Eine Kommune, die das Politikfeld Bildung im Rahmen einer kommunalen Bildungslandschaft gestalten will, sollte dabei einige Schritte beachten, die von der Bertelsmann Stiftung im Rahmen des „Wegweisers Kommune“ formuliert wurden: Erfolgsfaktoren einer kommunalen Bildungslandschaft: Eine Handreichung zum Aufbau eines kommunalen Bildungsnetzwerkes