Wegweiser: Beteiligung in und aus der OKJA

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Themen

Jugendhilfeplanung Mitwirkung & Teilhabe Projektmanagement

Zielgruppe

Fachkräfte Jugendliche

Diese praxisnahe Broschüre zeigt auf, wie die Jugendbeteiligung in und aus der Offenen Kinder- und Jugendarbeit gestaltet und weiterentwickelt werden kann. Unteranderem geht es um die Frage, welche Bedingungen die Beteiligung junger Menschen im Alltag der Einrichtung, im Sozialraum und in kommunalen Prozessen stärken.

Zentrale Erkenntnisse, Methoden, Reflexionsfragen und typische Spannungsfelder geben Orientierung, von Haltung und Zugängen über Themen und Autonomie bis hin zur strukturellen Verankerung von Beteiligung. Der Wegweiser entstand in Kooperation mit dem KJR München-Stadt, Fachstelle Partizipation, dem Bayerischen Jugendring und der Fach- und Servicestelle für Kinder- und Jugendbeteiligung Bayern (KiJuBa).

In der Offenen Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) ist Beteiligung kein zusätzlicher Programmpunkt, sondern Teil des pädagogischen Alltags. Sie passiert jeden Tag: im Offenen Treff, in Gesprächen, in kleinen Aushandlungsprozessen und in der Frage, wie Räume, Regeln und Angebote gemeinsam gestaltet werden. Hierin liegt eine besondere Stärke der OKJA.

Die OKJA als Bindeglied in kommunale Entscheidungsprozesse

Beteiligung und Selbstorganisation sind konzeptionell verankert, historisch gewachsen und gesetzlich abgesichert. Zugleich endet Beteiligung nicht an der Tür einer Einrichtung: Die OKJA kann Themen, Anliegen und Erfahrungen junger Menschen in den Stadtteil und in kommunale Entscheidungsprozesse einbringen. Gerade darin liegt ihr besonderer Beitrag zur kommunalen Kinder- und Jugendbeteiligung.

Dieser Wegweiser bündelt Erfahrungen aus der Praxis ausgewählter Jugendzentren und übersetzt diese in eine kompakte Orientierungshilfe für die direkte Anwendung in anderen Einrichtungen. Zugleich richtet sich der Wegweiser an Fachkräfte außerhalb der OKJA, die mit Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit zusammenarbeiten und deren Beteiligungsprozesse besser nach vollziehen möchten. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie gelingt Beteiligung in und aus der OKJA so, dass sie alltagstauglich, transparent und wirksam wird – innerhalb der Einrichtung ebenso wie im Stadtteil bzw. in der Kommune?

Dafür richtet der Wegweiser den Blick auf zwei zentrale Handlungsfelder:

  • Beteiligung in der OKJA: Beteiligung im Alltag, im Offenen Treff, in festen Gremien und Strukturen sowie die schrittweise Übertragung von Verantwortung an junge Menschen.
  • Beteiligung im Stadtteil und Sozialraum: Kooperationen, politische Anbindung, Aktionen im öffentlichen Raum sowie die Mitwirkung an Planungs- und Entscheidungsprozessen.

Damit Beteiligung gelingt, braucht es bewusst gestaltete Gelingensbedingungen, die der Wegweiser zusammenfasst:

  • Zeit für Beziehung, Aushandlung und Begleitung,
  • Rückhalt durch Team, Leitung, Träger und Kommune,
  • transparente Entscheidungsspielräume und verlässliche Rückmeldungen,
  • Ressourcen für Beteiligung und Qualifizierung,
  • vielfältige Zugänge, die an Lebenswelten sowie Kinder- und Jugendkulturen anknüpfen,
  • sowie tragfähige Kooperationen, die Beteiligung über die Einrichtung hinaus wirksam werden lassen.

Der Wegweiser „Beteiligung in und aus der OKJA“ ist online verfügbar.